Subventionierte Leistungen

Eine entscheidende Voraussetzung, um Vorsteuern aus dem Bau und dem Unterhalt von Sporthallen, Mensen oder Kunstrasenplätzen geltend machen zu können, ist die Unternehmereigenschaft einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) sowie ein steuerpflichtiger Leistungsaustausch. Nicht selten ruft die Frage, ob eine KdöR bei stark subventionierten Leistungen tatsächlich einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehe, Zweifel bei der Finanzverwaltung hervor. Anhand der aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zum Vorsteuerabzug bei Sporthallenvermietungen (Urteil vom 28. Juni 2017 – XI R 12/15) zeigt sich, dass die Frage der unternehmerischen Tätigkeit einer KdöR auch in Anbetracht der europäischen Rechtsprechung noch nicht hinreichend geklärt ist und viele Unsicherheiten in der Praxis hervorruft.

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Autor:
Frederike Milde
Erschienen in:
Curacommunal 04/2017
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