7% für Dienst- und Handelsleistungen!

Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) konnten den ermäßigten Umsatzsteuersatz in der Vergangenheit lediglich für selbstproduzierte Waren anwenden, bei zugekauften Waren nur unter der Voraussetzung, dass eine Wertschöpfungsgrenze von 10% überschritten wurde. Die Dienst- und Handelsleistungen wurde der ermäßigte Umsatzsteuersatz nach einer verwaltungsseitigen Ausnahmeregelung dagegen nur geduldet – was von Finanzverwaltungen in einzelnen Bundesländern in jüngster Zeit in Abrede gestellt wurde. Nun hat das Bundesfinanzministerium der Finanzen (BMF) mit Schreiben vom 25. April 2016 eine Klarstellung geschaffen.

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Neuregelungen und wagt einen Ausblick, für welche Geschäftsleistungen von WfbM weiterhin eine sorgfältige Prüfung der Tatbestandsmerkmale im Hinblick auf die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes geboten erscheint.

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Autor:
Andreas Seeger
Erschienen in:
Curaconsult 02/2016
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