Erbbaurechtsbelastete Grundstücke

Häufig werden Verträge geschlossen, die nur zum Teil die Übertragung eines Grundstücks zum Gegenstand haben. Daneben werden andere Gegenstände in den Vertrag einbezogen, wie beispielsweise Betriebsvorrichtungen, Grundstückszubehör oder – wie der BFH jüngst zu entscheiden hatte – die Aufhebung eines Erbbaurechts. Wird dabei im Vertrag keine Aufteilung hinsichtlich des Grundstückswertes und den weiteren Gegenständen vorgenommen, ist die Gegenleistung für das Grundstück für die Bemessung der Grunderwerbsteuer zu ermitteln. Denn nur die Leistung für das Grundstück wird der Grunderwerbsbesteuerung unterworfen.

Die Aufteilung der Gegenleistung in Grundstück und weiteren Wirtschaftsgütern wird vom BFH in ständiger Rechtsprechung anhand der Borttau´schen Formel ermittelt. Nach dieser Formel erfolgt eine verhältnismäßige Aufteilung der Gesamtleistung auf Basis der Zeitwerte. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über den Anwendungsbereich dieser Formel und die Chancen für gemeinnützige Unternehmen.

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Autor:
Frederike Milde, Tobias Hagemeyer, LL.M.
Erschienen in:
Curaconsult 01/2016
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