Baulicher Pflegenotstand

Pflegekräfte in deutschen Altenpflegeeinrichtungen müssen täglich pflegebedürftige Menschen mit Mitteln versorgen, die ihnen innerhalb einer Einrichtung zur Verfügung stehen. Dazu gehören u.a. Einzelzimmer, behindertengerechte Bäder mit unterfahrbaren Waschbecken, Niedrigpflegebetten bei sturzgefährdeten Bewohnern, Mobilisationsgeräte wie Aufstehhilfen oder etwa klassische Pflegematerialien wie Waschhandschuhe, Handtücher oder gar Pflegehandschuhe.

Um dem Pflegepersonal allerdings ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen und dadurch gleichzeitig auch angemessene Arbeitsorte für Pflegekräfte zu schaffen, bedarf es der notwendigen Anschaffung und Instandhaltung des Inventars und der betriebsnotwendigen Gebäude sowie damit verbundene technische Anlagen. Auch die Sanierung und Modernisierung von Gebäudeteilen können die Arbeitsorte von Pflegekräften zugunsten der Versorgungsqualität verbessern.

Diese Maßnahmen im Zuge der Bereitstellung notwendiger Mittel müssen von Pflegeheimbetreibern insbesondere dann berücksichtigt werden, wenn Mitarbeiter zurückmelden, dass eine angemessene Versorgung der Pflegebedürftigen nicht mehr in vollem Umfang erreicht wird. Die Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von Pflegekräften unter baulichen Gesichtspunkten kann für den Betreiber entscheidend sein, wenn es um den Wettbewerb mit anderen Betreibern hinsichtlich Personalgewinnung geht.

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Autor:
Annemarie Fajardo
Erschienen in:
Pflege Management 12/2018
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