Lagebericht IT-Sicherheit in Deutschland

Die Anzahl der Schadprogramme (mehr als 800 Millionen Programme) nebst täglich rund 390.000 neuer Varianten von Schadsoftware führen dazu, dass die Gefährdungslage für Unternehmen, Verwaltungen und Bürger weiterhin hoch ist. Neue Bedrohungen wie beispielsweise Sicherheitslücken in Prozessoren sowie die ständige Weiterentwicklung bereits bekannter Schadsoftware unterstützen diese Entwicklung.

Als neue Bedrohung ist das Crypto-Mining zu nennen, bei dem die Rechenleistung der mit Schadsoftware infizierten Rechner dazu eingesetzt wird, digitale Währungseinheiten zu erzeugen. Nach den Angriffen mit Ransomware („Verschlüsselungstrojaner“) in den vergangenen Jahren haben Unternehmen weiterhin mit dieser Bedrohung zu kämpfen. Laut publizierter Schätzungen beliefen sich die Kosten durch diese Schadsoftware auf rund 8 Milliarden Dollar weltweit für das Jahr 2017. Laut BSI ist aber eine Verlagerung weg von der Erpressung der betroffenen Unternehmen hin zur Nutzung der befallenen Ressourcen für Crypto-Mining zu beobachten. Die Betreiber kritischer Infrastrukturen meldeten 2017 insgesamt 145 Sicherheitsvorfälle (davon gut 20 Meldungen aus dem Gesundheitssektor).

In seiner Gesamtbewertung weist das BSI darauf hin, dass in erster Linie präventive Maßnahmen potentielle Angreifer von ihren Angriffsversuchen abhalten sollten. Dies bedeute einerseits, Forschungsanstrengungen im Bereich Informationssicherheit zu intensivieren und andererseits die Akteure in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft zu befähigen, Gefahren besser zu erkennen und sich abwehrbewusster zu verhalten.

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