Digitalisierung und Prozessmanagement

Digitalisierung und Veränderungen in der Organisation von Krankenhäusern bedingen sich regelhaft wechselseitig.

Auf der einen Seite bedeutet jede Maßnahme zur Digitalisierung eine Veränderung der Strukturen. Auf der anderen Seite ist jedoch auch bei prozessualen Veränderungen im Krankenhaus für einen nachhaltigen Erfolg nicht mehr auf digitale Innovation zu verzichten.

Digitalisierung bedeutet Veränderung

Jede Einrichtung, die sich im Transformationsprozess zum Krankenhaus 4.0 befindet, wird sich erfahrungsgemäß mit vielfältigen Veränderungen konfrontiert sehen. Um die einzelnen Schritte zur Umsetzung des digitalen Masterplans maßgeblich voranzutreiben, braucht es neu gestaltete Abläufe und Prozesse.

Damit sich die erforderlichen Ausgestaltungen und Anpassungen in der Organisationskultur verankern können, sollten diese im Rahmen eines detaillierten Prozess-Re-Designs neu gedacht werden. Hierfür ist es notwendig, sich vorab den Prozess detailliert anzusehen und eventuelle Schwachstellen und Optimierungspotentiale herauszuarbeiten (siehe nachfolgendes Bild). Denn um im Rahmen des Prozess-Re-Designs einen akzeptierten und verlässlichen Ablauf zu entwickeln, müssen Ablaufschwierigkeiten des aktuellen Prozesses erkannt und minimiert werden.

Erfolg der Prozessoptimierung abhängig vom Grad der Digitalisierung

Umgekehrt ist in vielen Fällen eine Optimierung der aktuellen Prozesse kaum möglich ohne über die Unterstützung durch digitale beziehungsweise IT-gestützte Lösungen und Systeme nachzudenken. Dabei ist der Grad der Digitalisierung häufig ausschlaggebend für den tatsächlichen Erfolg der geplanten Maßnahmen.

Wird beispielsweise ein Krankenhausinformationssystem (KIS) zur bloßen Dokumentation genutzt und nicht dazu, einzelne Prozessschritte über Schnittstellen hinweg miteinander zu verknüpfen, so werden auch Optimierungsmaßnahmen – ohne eine Ausweitung der Nutzung – kaum fruchten. Erst wenn die Optimierungsmaßnahmen eine spürbare Erleichterung über die beteiligten Bereiche bewirkt, werden diese auf Akzeptanz stoßen und damit dauerhaft erfolgreich etabliert.

Primäres Ziel der Digitalisierung von Prozessen ist letztlich die Entlastung der Mitarbeiter durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen. So kann mehr Raum für patientennahe Leistungen geschaffen werden und gleichzeitig gewinnt auch die Versorgungsqualität der Patienten.

Gemeinsam Veränderungen wagen

Fakt ist: Veränderungen sind im Alltag nur gemeinsam umsetzbar! Wir empfehlen daher, diese in interdisziplinären Projektteams mit Experten aus allen betroffenen Bereichen in Zusammenarbeit anzugehen, um sich die Unterstützung der Mitarbeiter zu sichern und die digitale Transformation als Chance zu sehen!

Lesen mehr zum Thema Digitalisierung und erfahren Sie, wie Sie die Digitalisierung als strategischen Wettbewerbsvorteil nutzen können.

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