Mindestlohn für Pflegebranche

Am 01.11.2017 wird die neue Mindestlohnverordnung für die Pflegebranche in Kraft treten, die bereits im Bundesanzeiger veröffentlicht worden ist. Ziel der Verordnung ist es, durch die Festlegung besserer Entlohnungsstandards nicht nur einen Anreiz für Fachkräfte zu schaffen, sondern auch der besonderen Bedeutung der Pflege für die Gesellschaft Rechnung zu tragen. Derzeit arbeiten rund 908.000 Mitarbeiter in Einrichtungen, die unter den Pflegemindestlohn fallen. Dort, wo dieser nicht gilt (z. B. Privathaushalte), greift seit dem 01.01.2015 der allgemeine gesetzliche Mindestlohn (seit 01.01.2017: 8,84 Euro/Stunde).

Bis zum Ende des Jahres 2017 wird der Pflegemindestlohn zunächst unverändert 10,20 Euro/Stunde im Westen und 9,50 Euro/Stunde im Osten betragen.

Anschließend wird er zum 01.01.2018 auf 10,55 Euro/Stunde im Westen und 10,05 Euro/Stunde im Osten steigen. In zwei Schritten wird er weiter erhöht und ab Januar 2020 11,35 Euro/Stunde im Westen und 10,85 Euro/Stunde im Osten ausmachen. Prozentual steigen die Mindestentgelte im Osten damit stärker als in den westlichen Bundesländern. Dies dient der bereits begonnenen Angleichung der Löhne in Ost und West. Die Verordnung hat eine Laufzeit bis zum 30.04.2020.

Zur News-Übersicht

Ihre Ansprechpartnerin

  • Anke Ebel

    Partnerin
    anke.ebel@curacon-recht.de
    02 51/53 03 50-20
    »Auch bei einer hochspezialisierten Beratung habe ich stets den Anspruch, das große Ganze im Blick zu haben und alle Belange des Mandanten berücksichtigen zu können!«