Arbeitnehmerüberlassung

Seit der letzten Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) hat sich der Markt nun daran gewöhnt, dass Arbeitnehmer nicht länger als 18 Monate am Stück an einen Entleiher verliehen werden können (§ 1 Absatz 1b AÜG). Zwar gab es grundsätzlich für die Kirchen und die öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften die Möglichkeit, diese Höchstüberlassungsdauer in ihren Regelungen zu verlängern. Bislang wurde hiervon jedoch noch nicht Gebrauch gemacht.

Die Katholische Kirche hat nun durch eine Änderung des Allgemeinen Teils der AVR-Caritas die Gelegenheit genutzt und gewährt ihren AVR-Caritas-Anwendern eine Verlängerung auf ganze fünf Jahre:

 

§ 24 Einsatz von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern

Mitarbeiter, die an Einrichtungen und Dienststellen innerhalb des Geltungsbereiches nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz überlassen werden, dürfen abweichend von § 1 Abs. 1b S.1 des Gesetzes zur Regelung der Arbeitnehmerüberlassung (AÜG) bis zu fünf Jahren überlassen werden, wenn für die mindestens die Vergütungsregelungen der AVR in ihrer jeweils gültigen Fassung zur Anwendung kommen. Gleichzeitig darf dabei der betreffende Mitarbeiter in Bezug auf die in der Einrichtung und Dienststelle des Entleihers geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgeltes nicht schlechter gestellt werden als ein vergleichbarer Mitarbeiter des Entleihers, § 8 Abs. 1 AÜG.

 

Abzuwarten bleiben nun, ob weitere folgen….

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