Im Verbund erfolgreicher?

Die Befragung von Einzel- und Verbundkrankenhäusern nimmt die Chancen und Risiken der Verbundbildung genauer unter die Lupe und veranschaulicht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Verbundbildung unter Krankenhäusern tatsächlich den gewünschten Erfolg bringt.

Die Konsolidierung im Krankenhausmarkt hat in den vergangenen Jahren allmählich ihre Entwicklung genommen. Die aktuelle Curacon-Studie „Im Verbund erfolgreicher?“ zeigt auf, dass sich dieser Trend durch das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) im Wege der Verbundbildung deutlich verstärken wird. Die Ergebnisse der Studie geben Aufschluss über die Innensicht der Marktteilnehmer, indem die Überlegungen von solitär agierenden Einzelhäusern zur Verbundbildung einerseits und die rückblickenden Erfahrungen von Verbundhäusern andererseits beleuchtet werden.

Ein erstes Kernergebnis der Studie ist, dass das Krankenhausstrukturgesetz zum einen bei den Einzelhäusern verstärkt zum Umdenken in Richtung der Bildung von Krankenhausverbünden führt. Zum anderen bestätigen aber auch 90 % der befragten Verbundhäuser retrospektiv die Vorteilhaftigkeit einer Verbundbildung. Die Häuser geben an, in erster Linie Kostensenkungseffekte (vornehmlich im Tertiärbereich) realisiert zu haben, wodurch Verbünde den aktuellen und künftigen Herausforderungen wirtschaftlich erfolgreicher entgegentreten können. Dies spiegelt sich auch in besseren Betriebsergebnissen der Verbundhäuser im Vergleich zu den Einzelhäusern wider. Als größte Herausforderung bei der Verbundbildung geben die Verbundhäuser rückblickend die kulturelle Integration der Mitarbeiter an. Lediglich jede dritte Integration eines Krankenhauses in einen Verbund verlief nach einem strukturierten Fahrplan.

Die Studie zeigt, dass sich insbesondere wirtschaftlich instabile Einzelhäuser heute mehr denn je die Frage stellen müssen, ob sie lieber jetzt proaktiv ihre Zukunft gestalten oder sich später in der Rolle des Reagierenden wiederfinden wollen. Zudem zeigt sich, dass der Prozess von Fusionen und Übernahmen sowohl in der Planung als auch in der Umsetzung allzu häufig ohne ausreichendes Projektmanagement vonstattengeht.

Die Teilnehmer der Studie sind Verantwortliche aus Einzelhäusern und Verbünden, die zusammen 419 Standorte umfassen. Der Verfasser der Studie ist Dr. med. Jan Schlenker, Leiter Geschäftsfeld Strategie und Organisation im Krankenhaus im Geschäftsbereich Unternehmensberatung der Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Ein gedrucktes Exemplar der Studie kann unter krankenhausstudie@curacon.de angefordert werden.

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  • Dr. med. Jan Schlenker

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    jan.schlenker@curacon.de
    0 21 02/16 69-802
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