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Angeeckt - Kostenbasierte Vergütung

Eher Fluch als Segen

Kostenbasierte Vergütung klingt harmlos – ist aber kritisch zu sehen. Wo Selbstkosten refinanziert werden, verschwinden Effizienzanreize: Wer Kosten senkt, sägt am eigenen Budget. Das zeigt sich beim Pflegebudget der Krankenhäuser oder bei Energiekosten von Pflegeheimen.

Die Ausgliederung der Pflege aus dem DRG-System sollte die „Pflege am Bett“ stärken. Tatsächlich haben sich deutliche Budgetsteigerungen und Mehrbelastungen für die Pflegekassen ergeben und es bestehen große Abgrenzungsspielräume. Es wird auch kritisch hinterfragt, ob die Kostensteigerungen tatsächlich durch entsprechende Qualitätsverbesserungen gerechtfertigt sind. Wenn Pflegeheime ihre Energiekosten durch Investitionen senken, droht, dass diese Investitionen nicht refinanziert werden, während von den Einsparungen nur die Kostenträger profitieren. Gleichzeitig werden immer neue Vorgaben (Personaluntergrenzen, Tariftreue etc.) auf ein System aufgesetzt, das Anreize zur Ausweitung von Kosten statt zur Verbesserung von Qualität setzt. So droht die Kombination aus kostenbasierter Finanzierung und regulatorischen Auflagen vor allem eines zu produzieren: ein immer teureres System – ohne garantierten Mehrwert für die Versorgung.