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KD-Bank-Stiftung sichert KZ-Dokumente

Haltung zeigen: Curacon begleitet KD-Bank

Die Bank für Kirche und Diakonie hat über ihre gemeinnützige Stiftung treuhänderisch den Ankauf eines großen Konvoluts historischer NS-Dokumente ermöglicht und damit verhindert, dass diese sensiblen Zeitzeugnisse in den freien Handel gelangen oder in private Sammlungen abwandern. 

Die über 400 Objekte, darunter Häftlingspost, Täterbriefe und Lagergeld, wurden an die Stiftung Auschwitz-Birkenau übergeben, wo sie konserviert, wissenschaftlich erschlossen und für Bildungsarbeit zugänglich gemacht werden.

Fachlich komplex, gesellschaftlich bedeutsam

Die Abwicklung erfolgte treuhänderisch über die KD-Bank-Stiftung. Öffentliche Mittel wurden nicht eingesetzt; der Ankauf wurde durch private Spenden finanziert. Hintergrund war eine ursprünglich in Neuss geplante Auktion, deren Durchführung nach internationalen Protesten gestoppt wurde. In der Folge wurde eine Lösung gesucht, die sowohl dem Schutz der Dokumente als Kulturgut als auch den Anforderungen an Rechtssicherheit und Gemeinnützigkeit gerecht wird.

Gerade die steuerliche Umsetzung stellte hierbei besondere Anforderungen: Der Erwerb erfolgte nicht zum Zwecke eines klassischen „Vermögensaufbaus“, sondern mit dem Ziel, Kulturgut kurzfristig zu sichern und anschließend an anerkannte Institutionen zur Verfügung zu stellen. In solchen Fällen ist insbesondere sicherzustellen, dass die Mittelverwendung gemeinnützigkeitskonform erfolgt, die treuhänderische Struktur rechtlich belastbar ist und der Vorgang als zulässige Mittelweitergabe qualifiziert wird. Hinzu kommen Fragen der Satzungsmäßigkeit sowie zur ordnungsgemäßen Dokumentation der Spenden- und Zahlungsflüsse.

Andreas Seeger hat die KD-Bank in diesem sensiblen Projekt unterstützt – insbesondere bei der steuerlichen Strukturierung des Erwerbs, der gemeinnützigkeitsrechtlichen Einordnung sowie bei Fragen der Satzungsmäßigkeit und Governance. 

Ziel war es, eine Lösung zu schaffen, die sowohl der gesellschaftlichen Verantwortung als auch den hohen Anforderungen an Compliance und Transparenz gerecht wird.

Als Prüfungs- und Beratungsgesellschaft begleiten wir Mandate, in denen Fachlichkeit und Gemeinwohl zusammenfallen. Gerade bei sensiblen Kulturgütern und Sammlungen erfordern Ankauf, Übertragung und treuhänderische Strukturen eine saubere steuerliche, rechtliche und Governance-Ausgestaltung, damit die Objekte rechtssicher dort ankommen, „wo ihr Platz ist“: in Archiven, Museen und Gedenkstätten.

Verantwortung und Haltung zeigen

Neben der fachlichen Dimension ist dieses Projekt auch ein Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung. 

Die Sicherung solcher Dokumente schützt nicht nur historische Quellen vor Missbrauch, sondern stärkt die Erinnerungsarbeit und bewahrt die Würde der Opfer. Projekte dieser Art zu unterstützen, ist für uns nicht nur eine Frage professioneller Beratung, sondern auch ein Beitrag zur demokratischen Kultur und zur historischen Aufklärung.

Sollten Sie Fragen zu diesem Projekt haben, steht Ihnen unser Experte Andreas Seeger sehr gerne zur Seite. Jetzt Kontakt aufnehmen!