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KHAG im Bundesrat beschlossen: Jetzt handeln!

Wie KHAG und KHTF Klinikstrategien 2026 prägen

Die Krankenhausreform geht mit der Verabschiedung des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) am 27.03.2026 im Bundesrat in die nächste Phase. Das KHAG schärft zentrale Regelungen des KHVVG nach und stellt den Krankenhaustransformationsfonds (KHTF) auf ein praktikableres Fundament. Für Krankenhäuser bedeutet das: Der Zeitkorridor, um Strukturentscheidungen zu treffen und KHTF Mittel zu sichern, hat sich geöffnet – aber auch der Druck, sich strategisch klar zu positionieren.

Was ändert das KHAG beim KHTF – und warum ist das wichtig? 

Das KHAG konkretisiert die Finanzierung des KHTF: Länder können das Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ sowohl für die reguläre Investitionsfinanzierung als auch für ihren KHTF Eigenanteil nutzen. Gute Projekte sollen nicht mehr an fehlender Kofinanzierung scheitern. Zugleich werden Bundesmittel früher verfügbar, sodass erste Förderungen schon kurz nach Inkrafttreten des KHAG fließen können. 

Inhaltlich wird der KHTF geschärft: Die telemedizinische Vernetzung von Krankenhäusern soll als eigener Fördertatbestand verankert werden. Zusätzliche Ausbildungskapazitäten – nicht nur in der Pflege, sondern z. B. auch in Ergo , Physio  und Logopädieberufen – rücken stärker in den Fokus. 

Der Rahmen für den Transformationsfonds steht damit klarer, bleibt aber beweglich. Wer abwartet, riskiert, dass andere in der Region die attraktiven Rollen und Förderkorridore besetzen. 
Für die Krankenhausreform lockert das KHAG die Befugnisse der Länder. Bei Mindestvorhaltezahlen und Standortdefinitionen erhalten Länder mehr Spielräume über gestaffelte Inkrafttretenszeitpunkte und Ausnahmemöglichkeiten, um regionale Gegebenheiten zu berücksichtigen. 

Große Unsicherheit herrscht in Bezug auf die Kopplung der PPUG-Erfüllung an die Leistungsgruppen-Vergabe und die Eingrenzung des Pflegebudgets – hierzu sind sicherlich noch Nachschärfungen notwendig.

Chancen und Herausforderungen für Krankenhäuser 

KHVG, KHAG und KHTF eröffnen reale Chancen: Krankenhausverbünde können gezielt aufgebaut oder vertieft, Leistungsgruppen konzentriert, sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen (SÜV) etabliert, telemedizinische Netzwerke gestärkt und integrierte Notfallstrukturen umgesetzt werden. Richtig genutzt, erlaubt der KHTF, medizinische Qualität, Wirtschaftlichkeit und regionale Versorgungsaufträge neu auszubalancieren. 

Gleichzeitig bleiben die Herausforderungen groß: Krankenhausreform, KHAG, KHTF, Notfallreform und SÜV Konzepte greifen ineinander, Fristen und Detailvorgaben sind anspruchsvoll, vieles entwickelt sich weiter. Unter wirtschaftlichem Druck müssen Häuser entscheiden, welche Standorte sie stabilisieren, welche sie umstrukturieren und von welchen Leistungen sie sich trennen. Ohne klares Zielbild und Prioritäten besteht die Gefahr, mit Einzelprojekten am Förderzweck vorbeizuplanen.

Was Krankenhäuser jetzt tun müssen 

  • Ausgangslage klären: Standortportfolio, Leistungsgruppen Profil, Wirtschaftlichkeit und Versorgungsauftrag im Licht von KHVVG, KHAG und KHTF analysieren.
  • Projekte definieren: Konkrete Transformationsvorhaben ableiten (z. B. LG Konzentration, Verbund, SÜV, Telemedizin, Notfallstrukturen, Ausbildung) und klaren KHTF Tatbeständen zuordnen.
  • Finanzierung strukturieren: Zusammenspiel von KHTF Zuschüssen, Landesinvestitionen (KHG), Sondervermögen und Darlehen festlegen – mit sauberer Trennung der Kostenblöcke.
  • Antragsfähigkeit sichern: Interessenbekundungen und Anträge mit belastbaren Zielbildern, Business Cases und Szenario Rechnungen vorbereiten, abgestimmt auf die Landeskrankenhausplanung.
  • Steuerung und Change aufsetzen: Einen Transformations Steuerkreis etablieren und Führungskräfte sowie Mitarbeitende frühzeitig einbinden.

Wie Curacon Sie unterstützt 

Curacon begleitet Krankenhausträger dabei, die neuen Spielräume von KHAG und KHTF gezielt zu nutzen: von der Analyse Ihrer Ausgangssituation und Ihres Leistungsgruppenprofils über die Entwicklung von Verbund und Standortstrategien bis zur Strukturierung förderfähiger Projekte, Business Cases und Antragsunterlagen gegenüber Ländern und BAS.

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