Der IT-Report für die Sozialwirtschaft 2025 zeigt: Die digitale Transformation hat in den Organisationen der Sozialwirtschaft an Fahrt aufgenommen. Gleichzeitig bestehen erhebliche Herausforderungen, die den Fortschritt bremsen können.
Fortschreitende Digitalisierung
Mit einer Nutzerquote von 76 % erreicht die IT-Durchdringung einen neuen Höchststand. Besonders prägend ist die zunehmende Mobilität: Rund ein Drittel der Mitarbeitenden arbeitet mit Tablets oder Smartphones. Private Geräte werden zunehmend durch betriebliche Lösungen ersetzt – ein Plus für Sicherheit und Verwaltung.
Investitionen und Ressourcen
Die IT-Ausgaben sind gestiegen. Mit einer Aufwandsquote von 1,9 % des Umsatzes wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Gleichzeitig stagniert die IT-Personalquote seit Jahren bei 0,6 %. Wachsende Anforderungen, zunehmende Komplexität und strenger werdende Regulatorik treffen damit auf knappe personelle Ressourcen. Das führt vielerorts zu Überlastung und strukturellen Engpässen.
Ausstattung und IT-Sicherheit
Mobile Endgeräte verdrängen Desktop-PCs und unterstützen flexible Arbeitsmodelle. 70 % der Organisationen setzen zentrale Endpoint-Management-Systeme ein. Dennoch bestehen Sicherheitslücken: 65 % verfügen über ein Sicherheitskonzept, doch nur 42 % orientieren sich an Standards wie dem BSI-Grundschutz. Penetrationstests erfolgen nur bei rund einem Drittel der Einrichtungen.
Organisation der IT-Services
Auch in der internen Organisation sind Fortschritte sichtbar: Rund 70 % der Träger setzen Ticketsysteme für Supportanfragen ein. Gleichzeitig bestehen Defizite in der Dokumentation – lediglich 21 % der Einrichtungen haben einen IT-Leistungskatalog erstellt. Die Budgetierung erfolgt bei vielen Trägern zudem noch kurzfristig, was langfristige Strategien erschwert und reaktive Entscheidungen fördert.
Investitionsschwerpunkte und Markttrends
Investitionsschwerpunkte liegen bei Sicherheitslösungen, gefolgt von Hardware und Netzwerkinfrastruktur. Branchensoftware wird seltener neu eingeführt, häufiger ersetzt. Der Markt konsolidiert sich: Große Anbieter gewinnen, kleinere spezialisieren sich, während mittlere an Boden verlieren. Parallel steigt die Bedeutung von KI und automatisierter Prozessunterstützung, die in den kommenden Jahren zunehmend prägend sein dürften.
Sechs zentrale Handlungsfelder
Aus den Ergebnissen des Reports ergeben sich wesentliche Aufgaben für die Sozialwirtschaft:
- Digitalisierung als Teil der Gesamtstrategie verankern.
- Mobile Anwendungen gezielt ausbauen.
- IT-Sicherheit systematisch und nach Standards managen.
- IT-Organisation mit Prozessen und Personal stärken.
- Zukunftsfähige Softwarelösungen (Cloud, KI, Interoperabilität) wählen.
- Strategische Investitions- und Budgetplanung etablieren.
Die Sozialwirtschaft ist auf dem Weg in eine digitale Zukunft. Damit die Potenziale ausgeschöpft werden, müssen IT-Sicherheit, organisatorische Professionalität und langfristige Planung noch stärker in den Fokus rücken. Nur so lassen sich Effizienzgewinne, Qualitätssteigerungen und die Attraktivität sozialer Organisationen nachhaltig sichern.
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