Projekt zur Umsetzung guter Arbeitsbedingungen in der Pflege

Das Projektvorhaben im Detail

Das „Projekt zur Umsetzung guter Arbeitsbedingungen in der Pflege“ des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung hatte zum Ziel, kleine und mittelgroße Einrichtungen, die ihre Rahmenbedingungen verändern möchten, zu unterstützen.

Es geht darum bewährte Instrumente für gute Arbeitsbedingungen zu implementieren, da gerade diesen Einrichtungen häufig die zeitlichen und finanziellen Ressourcen zur Umsetzung fehlen. Die teilnehmenden Einrichtungen erhalten kostenlos eine Bedarfsanalyse, eine darauf abgestimmte Schulung und ein individuell für sie zusammengestellten Instrumentenkoffer. Den Abschluss bildet eine Beratungsphase sowie die Begleitung bei der Umsetzung der Instrumente.

Konzeptions- und Abstimmungsphase

  • Austausch mit den Verbänden der Altenhilfe

    Wir haben zahlreiche Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Bundesverbände aus dem Bereich der Altenhilfe zur Thematik befragt und im Rahmen eines Workshops im März 2019 gemeinsam den genutzten Instrumentenkoffer weiterentwickelt.

    Austausch mit den Verbänden der Altenhilfe
  • Entwicklung des Schulungskonzepts

    Im Austausch mit den Verbänden und unter Berücksichtigung aktueller Leitfäden und Praxisempfehlungen wurde ein Instrumentenkoffer mitsamt Schulungskonzept entwickelt, der leitende Mitarbeitende befähigen sollte, selbständig Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in Ihren Einrichtungen umzusetzen.

    Entwicklung des Schulungskonzepts
  • Einladung interessierter Pflegeeinrichtungen

    Im Rahmen des Projekts haben wir 25 kleine bis mittelgroße Pflegeeinrichtungen (ambulant, stationär, teilstationär und auch solitäre Kurzeitpflege) bei der Umsetzung individuell zusammengestellter und geschulter Instrumente zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterstützt.

    Einladung interessierter Pflegeeinrichtungen

Schulungs- und Umsetzungsphase

  • Bedarfsanalyse der teilnehmenden Einrichtungen

    Die Bedarfsanalyse umfasste eine Strukturbefragung, eine quantitative Befragung (Fragebogen) aller Beschäftigten der Pflegeeinrichtung und eine qualitative Befragung (Interview) der Führungskräfte, um ggf. unterschiedliche Wahrnehmungen abzubilden. Auf Basis der erhobenen Daten wurden die Ist-Situation der teilnehmenden Unternehmen sowie eine entsprechende Soll-Situation erarbeitet.

    Bedarfsanalyse der teilnehmenden Einrichtungen
  • Schulungen

    Die Schulungen fanden mit jeweils vier bis fünf Unternehmen einer Region in dieser Gegend statt. Jede Einrichtung hat dabei in der Regel zwei Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der Geschäftsführung, Pflegedienstleitung oder Leitung des ambulanten Dienstes, entsendet.

    Schulungen
  • Vor-Ort-Beratung

    Jede teilnehmende Einrichtung wurde individuell bei der Umsetzung des auf sie zugeschnittenen Instrumentenkoffers an drei Beratungstagen vor Ort unterstützt.

    Vor-Ort-Beratung
  • Umsetzungsbegleitung

    Als Ansprechperson stand jeder teilnehmenden Einrichtung für die gesamte Projektdauer eine feste Beraterin bzw. ein fester Berater telefonisch zur Verfügung.

    Umsetzungsbegleitung

Evaluationsphase

  • Evaluation durch das BQS-Institut

    Das Projekt ist als Pilot eines möglichen bundesweiten Rollouts gedacht. Daher werden alle Phasen begleitend evaluiert. Dies geschieht durch das BQS – Institut für Qualität und Patientensicherheit.

    https://www.bqs.de

Weitergehende Informationen und Links

Führungsebenen stärken

»Das Projekt des Bevollmächtigten für Pflege ist ein erster Schritt der Bundesregierung, endlich auch die Führungsebenen in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen zu stärken. Die Stärkung und Befähigung von Führungskräften, insbesondere im mittleren Management, hat schließlich unmittelbaren Einfluss auf das Arbeitsfeld der professionell Pflegenden. Wir sind zuversichtlich, hier die Unterstützung im Projekt anzubieten, die für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege erforderlich ist.«

Annemarie Fajardo Projektleiterin in Münster

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