Projekt zur Umsetzung guter Arbeitsbedingungen in der Pflege

Das Projektvorhaben im Detail

Das „Projekt zur Umsetzung guter Arbeitsbedingungen in der Pflege“ des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung hat zum Ziel, kleine und mittelgroße Einrichtungen, die ihre Rahmenbedingungen verändern möchten, zu unterstützen.

Es geht darum bewährte Instrumente für gute Arbeitsbedingungen zu implementieren, da gerade diesen Einrichtungen häufig die zeitlichen und finanziellen Ressourcen zur Umsetzung fehlen. Die teilnehmenden Einrichtungen erhalten kostenlos eine Bedarfsanalyse, eine darauf abgestimmte Schulung und ein individuell für sie zusammengestellten Instrumentenkoffer. Den Abschluss bildet eine Beratungsphase sowie die Begleitung bei der Umsetzung der Instrumente.

Konzeptions- und Abstimmungsphase

  • Austausch mit den Verbänden der Altenhilfe

    Wir haben über 30 Bundesverbände aus dem Bereich der Altenhilfe zu einem Austausch eingeladen und mit der Mehrheit in strukturierten Befragungen und einem Workshop insbesondere den Instrumentenkoffer diskutiert und weiterentwickelt.

    Austausch mit den Verbänden der Altenhilfe
  • Entwicklung des Schulungskonzepts

    Im Austausch mit den Verbänden und unter Berücksichtigung aktueller Leitfäden und Praxisempfehlungen wurde ein Instrumentenkoffer mitsamt Schulungskonzept entwickelt, der leitende Mitarbeitende befähigen, selbständig Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in Ihren Einrichtungen umzusetzen.

    Entwicklung des Schulungskonzepts
  • Einladung interessierter Pflegeeinrichtungen

    Im Rahmen des Projekts werden wir 25 kleine bis mittelgroße Pflegeeinrichtungen (ambulant, stationär, teilstationär und auch solitäre Kurzeitpflege) bei der Umsetzung individuell zusammengestellter und geschulter Instrumente zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterstützen.

    Einladung interessierter Pflegeeinrichtungen

Schulungs- und Umsetzungsphase

  • Bedarfsanalyse der teilnehmenden Einrichtungen

    Die Bedarfsanalyse umfasst eine quantitative Befragung (Fragebogen) aller Beschäftigten der Pflegeeinrichtung und eine qualitative Befragung (Interview) der Führungskräfte, um ggf. unterschiedliche Wahrnehmungen abzubilden. Auf Basis der erhobenen Daten werden die Ist-Situation der teilnehmenden Unternehmen sowie eine entsprechende Soll-Situation erarbeitet.

    Bedarfsanalyse der teilnehmenden Einrichtungen
  • Schulungen

    Die Schulungen finden mit jeweils vier bis fünf Unternehmen einer Region (Nord, Ost, Süd, West, Mitte) in dieser Gegend statt. Jede Einrichtung sollte dabei zwei Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der Geschäftsführung, Pflegedienstleitung oder Leitung des ambulanten Dienstes, entsenden.

    Schulungen
  • Vor-Ort-Beratung

    Jede teilnehmende Einrichtung wird individuell bei der Umsetzung des auf sie zugeschnittenen Instrumentenkoffers unterstützt. Dies umfasst insbesondere drei Beratungstage vor Ort.

    Vor-Ort-Beratung
  • Umsetzungsbegleitung

    Als Ansprechperson steht jeder teilnehmenden Einrichtung für die gesamte Projektdauer eine feste Beraterin bzw. ein fester Berater telefonisch zur Verfügung. Zusätzlich wird acht Wochen nach dem letzten Vor-Ort-Termin ein Gespräch zum Fortschritt der Umsetzung durchgeführt.

    Umsetzungsbegleitung

Evaluationsphase

  • Evaluation durch das BQS-Institut

    Das Projekt ist als Pilot eines möglichen bundesweiten Rollouts gedacht. Daher werden alle Phasen begleitend evaluiert. Dies geschieht durch das BQS – Institut für Qualität und Patientensicherheit.

    https://www.bqs.de

Weitergehende Informationen und Links

Führungsebenen stärken

»Das Projekt des Bevollmächtigten für Pflege ist ein erster Schritt der Bundesregierung, endlich auch die Führungsebenen in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen zu stärken. Die Stärkung und Befähigung von Führungskräften, insbesondere im mittleren Management, hat schließlich unmittelbaren Einfluss auf das Arbeitsfeld der professionell Pflegenden. Wir sind zuversichtlich, hier die Unterstützung im Projekt anzubieten, die für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege erforderlich ist.«

Annemarie Fajardo Projektleiterin in Münster

Häufig gestellte Fragen

Welche Größenbeschränkungen gibt es?

Teilnehmende Einrichtungen der ambulanten Pflege dürfen nicht mehr als 80 Klient*innen (unabhängig von der Art der Versorgungsleistung) versorgen. Einrichtungen der stationären Pflege dürfen nicht mehr als 60 Mitarbeiter*innen beschäftigen. Letztere Angabe umfasst alle Mitarbeiter*innen der Einrichtungen und ist in Köpfen gezählt. Die teilnehmenden Einrichtungen müssen überdies rechtlich eigenständig sein.

Was kostet mich als Einrichtung die Teilnahme am Projekt?

Im Rahmen des Projekts werden wir Ihnen keine Leistungen in Rechnung stellen. Das heißt für Sie ist die Bedarfsanalyse, die Schulung und die Umsetzungsbegleitung mitsamt der Vor-Ort-Beratung (an drei Tagen) kostenlos.

Finanzielle Belastungen ergeben sich zum einen durch die Anreise für die eintägige Schulung, an der zwei Ihrer leitenden Mitarbeiter*innen teilnehmen, zum anderen bei der Umsetzung der für Sie vorgeschlagenen Instrumente in Ihrer Einrichtung. Für den Instrumentenkoffer wählen wir Instrumente, deren Umsetzung Sie nicht übermäßig finanziell belasten sollten. Einen gewissen Handlungsspielraum und die Bereitschaft personelle Ressourcen einzusetzen um Maßnahmen umzusetzten, wird allerdings erwartet.

Wann beginnt das Projekt für die Pflegeeinrichtungen?

Die Bedarfsanalyse startet Anfang Mai, die Schulungen finden Mitte Juni statt, die Vor-Ort-Beratungen starten im Anschluss.

Bis wann kann ich mich bewerben?

Die Bewerbung ist bis zum 30.03.2019 möglich.

Wann bekomme ich Bescheid, ob ich am Projetk teilnehme?

Die Entscheidung welche 25 Pflegeeinrichtungen teilnehmen können, wird bis zum 30.04.2019 getroffen.

Wo finden die Schulungen statt?

Zu folgenden Daten an folgenden Orten:

  • 11.06. Münster
  • 12.06. Hannover
  • 13.06. Ratingen
  • 14.06. Darmstadt
  • 17.06. Berlin
  • 18.06. Leipzig
  • 19.06. Nürnberg

Je nach regionaler Verteilung der teilnehmenden Einrichtungen können einzelne Termine wegfallen. Wir versuchen aber jedem eine kurze Anreise zu ermöglichen.

Welche Termine kommen als Einrichtung auf mich zu?

Neben dem telefonischen Kontakt über die gesamte Laufzeit des Projekts, werden wir an fünf Tagen im persönlichen Austausch zusammenarbeiten.

Die Interviews für die Bedarfsanalyse finden Anfang bis Mitte Mai in Ihrer Einrichtung statt und werden ca. eine Stunde Ihrer Zeit in Anspruch nehmen. Mitte Juni schließen sich die Schulungen zu den individuell zusammengestellten Instrumentenkoffern an. Diese sind als Eintagesschulungen konzipiert und werden in Ihrer Region stattfinden. Schließlich werden wir Sie an drei Tagen Vor-Ort bei der Anwendung Ihrer Instrumente unterstützten.

Wie viele Einrichtungen können am Projekt teilnehmen?

Die Anzahl der teilnehmenden Einrichtungen ist auf 25 beschränkt. Diese werden am Ende des Bewerbungszeitraums so gewählt, dass eine möglichst heterogene Gruppe entsteht, d.h. dass möglichst viele Regionen, Versorgungsarten, Trägerarten etc. vertreten sind.

Alle anderen Bewerben danken wir schon heute für ihr Intersse, können sie aber im Rahmen des Projektes leider bei keiner der beschriebenen Leistungen berücksichtigen.

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