Kennzahl des Monats April 2025
36.000 Pflegeeinrichtungen sollen durch die TI mit Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken und weiteren Gesundheitseinrichtungen digital vernetzt werden. Die TI soll den sicheren Datenaustausch zwischen verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen ermöglichen.
Dazu gehören beispielsweise die digitale Übermittlung von Bewohnerdaten zwischen Pflegeeinrichtungen, Apotheke und behandelnden Ärzten sowie die Vereinfachung von Verwaltungsprozessen wie die vollelektronische Abrechnung ambulanter Sachleistungen.
Eine effektive Nutzung all dieser Vorteile der TI erfordert nicht nur eine sektorübergreifende Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen, sondern auch eine Klärung der Abläufe in jeder Pflegeeinrichtung.
Doch der herausfordernde Einrichtungsalltag lässt eine Auseinandersetzung mit der TI nicht immer zu. Hinzu kommen Unzuverlässigkeiten im Zusammenhang mit der Umsetzung der angekündigten Fachdienste in der TI.
Dennoch sehen die Einrichtungen durchaus Vorteile in der TI. Laut einer nicht repräsentativen Umfrage bewerten die teilnehmenden Einrichtungen den E-Mail-Dienst KIM als besonders vielversprechend. KIM steht für “Kommunikation im Medizinwesen” und soll für einen sicheren E-Mail- sowie Informations- und Datenaustausch sorgen.
37 % der befragten Einrichtungen versprechen sich von KIM Verbesserungen für ihre Arbeit. Hierzu dürfte vor allem der vollelektronische Datenaustausch nach § 105 SGB XI gehören.
Wenn es um die Implementierung des Dienstes geht, sieht die Sache allerdings ganz anders aus. Laut einer aktuellen Studie wurden bislang nur etwa 2.000 KIM-Adressen vergeben. Im Juli 2024 nutzten erst 650 Pflegeeinrichtungen KIM. Über 34.000 Pflegeeinrichtungen müssen also noch an den KIM-Fachdienst angeschlossen werden. Vielleicht warten diese aber auch nur auf den Messaging-Standard “TI-Messenger”.