8 % mehr Tagespflege

Die aktuelle Entwicklung im Pflegemarkt zeigt eine klare Tendenz: Während die stationäre Dauerpflege stagniert, wächst die Tages- und ambulante Pflege deutlich. Neue Daten aus dem Barmer Pflegereport und aus unserem Whitepaper Zahlen. Daten. Zukunft. bestätigen diese Verschiebung – mit spürbaren Auswirkungen auf Versorgung und Wirtschaftlichkeit.

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Kennzahl des Monats Dezember 2025

Der aktuelle Barmer Pflegereport weist einen Zuwachs von 6 % bei Pflegeeinrichtungen mit Tagespflegeangeboten aus. 

Besonders auffällig ist der Anstieg der verfügbaren Tagespflegeplätze um 8 %. Damit wächst dieser Bereich deutlich dynamischer als die klassische stationäre Versorgung.

Im Vergleich dazu zeigt sich in der Dauerpflege zwischen 2017 und 2023 kein nennenswerter Ausbau der Kapazitäten. Diese Stagnation unterstreicht die strukturelle Verschiebung des Pflegemarktes hin zur ambulanten Versorgung – ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet.

Ein aktuelles Beispiel für diesen Wandel ist das auf ambulant betreute Wohnformen spezialisierte Unternehmen PflegeButler. Am 31.10.2025 eröffnete das Unternehmen mit 130 Plätzen die größte Tagespflegeeinrichtung in Rheinland-Pfalz. 

Auf dem historisch bedeutsamen Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks entstehen darüber hinaus 132 altersgerechte und hochmoderne Apartments, in denen sich Seniorinnen und Senioren künftig zuhause fühlen sollen. 

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie stark Anbieter derzeit in ambulante und tagespflegerische Wohn- und Versorgungsformen investieren.

Quelle: Curacon Research, Statistisches Bundesamt (Destatis) – Barmer Pflegreport

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der wirtschaftlichen Lage der Einrichtungen wider: Ambulante Pflegedienste erzielten 2024 sowohl höhere Umsätze als auch bessere Renditen als vollstationäre Pflegeheime. Dies bestätigen die Ergebnisse unseres Whitepapers Zahlen. Daten. Zukunft., in dem sich ambulante Träger deutlich wirtschaftlich stabiler zeigen.

Die Ursachen für diese Verschiebung sind vielfältig. Neben den deutlich steigenden Kosten in der stationären Pflege spielen auch strukturelle Faktoren eine Rolle – etwa der Wunsch vieler Pflegebedürftiger nach einer wohnortnahen, flexiblen Versorgung sowie politische Rahmenbedingungen, die ambulante Leistungen attraktiver machen. 

Mehr Analysen finden Sie im Whitepaper Zahlen. Daten. Zukunft. – mehr erfahren und kostenlos herunterladen!

Ambulant im Aufwind

Die Zahlen bestätigen, was wir in der Praxis seit Jahren beobachten: Die pflegerische Versorgung verlagert sich zunehmend ins Ambulante. Einrichtungen, die ihre Angebote flexibel ausrichten und Tagespflegekapazitäten ausbauen, sind wirtschaftlich klar im Vorteil.

Jan Grabow – Leiter Ressort Altenpflege

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