1 Mio. Hybrid-DRG-Fälle in 2026 erwartet

In den Krankenhäusern ist Ambulantisierung längst Realität. Der sektorengleich vergütende Hybrid-DRG-Katalog ist seit 2024 jährlich erweitert worden. Für das Jahr 2026 erfüllen bis zu 1 Mio. bisher stationäre Fälle die Kriterien des Hybrid-DRG-Katalogs.

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Kennzahl des Monats Februar 2026

Hybrid-DRGs (nach §115f SGB V) sind spezielle sektorengleiche Fallpauschalen für Behandlungen, die sowohl von stationären als auch ambulanten Leistungserbringern erbracht und abgerechnet werden können. Die Vergütungshöhe der Hybrid-DRGs liegt zwischen dem ambulanten und stationären Niveau. 

Die Krankenhausleistungen werden somit schlechter vergütet als bisher – mit dem Ziel, den Anreiz zu setzen, mehr Leistungen ambulant durchzuführen.

Der Hybrid-DRG-Startkatalog 2024 umfasste 244 Prozeduren, die durch 12 H-DRG-Codes abgerechnet werden könnten. Bereits im ersten H-DRG-Jahr wurden so rund 181.000 ehemals vollstationäre Fälle in den Hybrid-Bereich überführt.

2025 wurde der Katalog erweitert, und auch 2026 sind weitere, ehemals vollstationäre Leistungen in den Katalog aufgenommen worden. 904 Prozeduren werden nun über 69 Hybrid-DRGs vergütet. 

Das bedeutet: Eine Million ehemals vollstationäre Fälle fallen nun in den geringer vergüteten Hybrid-DRG-Bereich.

Der Druck, diese Fälle dann aufgrund der rückläufigen Vergütung ambulant zu behandeln, wächst für die Krankenhäuser entsprechend stark. Durch die Leistungsverlagerung in den ambulanten Sektor verändern sich vor allem die Anforderungen an die Patientensteuerung, interne Prozesse, an die bauliche und technische Infrastruktur sowie Personal- und Materialeinsatz. Diese ambulante Transformation bietet Krankenhäusern Chancen, Kapazitäten zielgerichteter und effizienter zu nutzen und neu zu verteilen, bedingen jedoch auch Anpassungen stationärer Strukturen an ambulante Anforderungen. 

Ambulantisierung strategisch nutzen

Der neue Hybrid-DRG-Katalog fördert den Ambulantisierungstrend. Gehen Sie das Thema an, denn es birgt Potenzial für gesteigerte Wirtschaftlichkeit: Prozesse in ambulanten Strukturen kosteneffizient gestalten und die freigewordenen stationären Kapazitäten mit komplexeren Fällen füllen.

Leonie Michalak – Beraterin

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