Arzt an einem Schreibtisch mit Taschenrechner in der Hand

-200 € je CMP im Jahr 2027 erwartet

Das GKV‑Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV BStabG) könnte somatische Krankenhäuser 2027 mit rechnerisch bis zu 200 € je CMP belasten – mit spürbaren Folgen für Ergebnisse und Liquidität. Das Insolvenzrisiko steigt dramatisch.

Kennzahl des Monats Juli 2026

Die GKV steht 2027 vor einer strukturellen Deckungslücke von rund 15 Mrd. €. Ohne gegensteuernde Maßnahmen würden die Zusatzbeiträge weiter deutlich steigen. 

Das GKV‑BStabG setzt daher auf Minderausgaben: 16,3 Mrd. € Entlastung sind geplant, davon 13,7 Mrd. € über Ausgabenbegrenzungen zulasten der Leistungserbringer. Für Krankenhäuser sind unter anderem 

  • gedeckelte LBFW‑Anstiege, 

  • ein begrenztes Pflegebudget, 

  • der Wegfall pflegeentlastender Zuschläge und 

  • MD‑Prüfungen vorgesehen. 

Grundlage der Simulation ist der Gesetzesentwurf vom 29.04.2026. 

Quelle: Hochrechnung Curacon, Simulation durch Curacon Krankenhaus-Wirtschaftsdatenbank.

Die Beitragssatzstabilisierung der GKV wird wesentlich über Erlöskürzungen im Krankenhausbereich finanziert. Für die Krankenhäuser insgesamt ergeben sich in 2027 rund 4,1 Mrd. € Mindererlöse und etwa 200 € weniger Erlöse je CMP. 

Die konkreten Effekte hängen unter anderem von Leistungsprofil, Case‑Mix sowie der Qualität der Rechnungstellung ab; entscheidend ist, die gesetzlich angelegten Minderausgaben frühzeitig in eigenen Planungsrechnungen abzubilden.

Haben Sie Fragen oder Beratungsbedarf zum GKV‑BStabG? Dann kommen Sie gerne auf uns zu. Jetzt Kontakt aufnehmen!

Finanzierungslücken früh erkennen, wirksam schließen

Die geplanten Minderausgaben werden alle Häuser, aber nicht alle Häuser gleichermaßen treffen. Wer früh die sich ergebende individuelle Lücke kennt, kann wirksame Gegenmaßnahmen entwickeln, um die Finanzierung sicherzustellen.

Robert Orsag – Prokurist / Senior Manager