Klimaschutz beginnt beim Einkauf
Ein prüfender Blick auf die Einkaufslisten spart nicht nur CO₂, sondern schützt auch vor Buß-geldern und Imageschäden.
Dr. Sinja Küppers – Junior Beraterin
Um die jährlichen CO₂-Emissionen einer durchschnittlichen Klinik auszugleichen, wäre etwa so viel Waldfläche nötig wie 500 Fußballfelder.
Krankenhäuser verursachen erhebliche Emissionen – nicht nur direkt, sondern auch indirekt über Lieferketten, Verpackungen oder Lebensmittel. Die EU-Verordnung gegen Entwaldung (EUDR) verpflichtet Unternehmen, bei bestimmten Produkten wie Palmöl, Kautschuk oder Rindfleisch den entwaldungsfreien Ursprung sicherzustellen.
Für Krankenhäuser bedeutet das: Einkaufslisten prüfen, Herkunft dokumentieren und klimafreundliche Alternativen nutzen.
Nachhaltiger Einkauf ist nicht nur Pflicht, sondern auch Chance: Wer Lieferketten überprüft, schützt Klima und Reputation. Krankenhäuser können aktiv dazu beitragen, Entwaldung zu stoppen, CO₂ zu reduzieren und regulatorische Risiken zu vermeiden. Jetzt gilt es, Einkaufsprozesse anzupassen und Transparenz zu schaffen – bevor ab 2026 Sanktionen und hohe Kosten drohen.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie in unserem Beitrag Wie viel Wald steckt im Einkauf?.