Eine kleine Wippe mit zweo Holzfiguren und einem Geldsack

Pflegesatzverhandlungen

Um die wirtschafliche Lage Ihrer Einrichtung zu verbessern ist neben einer Kosteneffizienz vor allem die Erhöhung Ihrer Einnahmen anzustreben. Dabei sind die regelmäßige Verhandlung der Vergütungssätze von essenzieller Bedeutung und einer der Schlüsselfaktoren für wirtschaftlichen Erfolg.

Pflegesatzkalkulation und Antragsvorbereitung

Viele Pflegeeinrichtungen und -dienste sind nach wie vor von existenzbedrohenden wirtschaftlichen Situationen betroffen. Dabei sind es nicht nur stationäre und teilstationäre Einrichtungen, sondern vor allem auch ambulante Pflegedienste, die in wirtschaftliche Schieflagen geraten.

Zwar kann versucht werden durch eine strukturelle Prozess- und Ablaufoptimierung die anfallenden Kosten kontrollierbar zu halten, eine reelle und deutliche Kostenreduktion wird aber nahezu unmöglich sein.

Daher sollte neben der Kosteneffizienz vor allem die Erhöhung der Einnahmen fokussiert werden. Somit ist unter dem vorherrschenden Kostendruck die regelmäßige Verhandlung der Vergütungssätze von essenzieller Bedeutung und einer der Schlüsselfaktoren für wirtschaftlichen Erfolg.

Entscheidend für eine erfolgreiche Vergütungsverhandlung ist die gründliche Vorbereitung des Antrages. Hierbei stehen insbesondere die Verfügbarkeit und Qualität der erforderlichen Daten im Vordergrund.

Je nach Bundesland und Variante der Antragsstellung – individuelle oder pauschale Verhandlung – müssen unterschiedliche Daten zur Antragsvorbereitung vorliegen. Für alle Anträge lässt sich aber ein Dreiklang an Unterlagen zusammenfassen, die erforderlich sind:

  • die Belegungssituation,
  • eine Personalliste und
  • eine Sachkostenaufstellung.

Vergütungssätze als Schlüsselfaktoren für wirtschaftlichen Erfolg

Stetig steigende Kosten und Anforderungen erhöhen zunehmend den wirtschaftlichen Druck auf Pflegeeinrichtungen. Um diesen Veränderungen stand halten und trotzdem wirtschaftlich erfolgreich agieren zu können, ist eine regelmäßige Überprüfung und Neuverhandlung der Vergütungssätze erforderlich.

Pia Horstmann – Beraterin

Eine besondere Relevanz haben dabei die Personalliste und die Aufstellung der Sachkosten. Denn bei der Erstellung des Antrages sollte nicht nur der Fokus auf die Maximierung der Vergütungssätze gelegt werden, sondern auch auf den Rückblick des vergangenen Zeitraums seit der letzten Verhandlung.

Dabei sind vor allem Fragen die folgenden Fragen zu stellen:

  • Wurde genug Personal für die tatsächliche Belegungssituation vorgehalten?
  • Wurde das Personal gemäß der Tariftreuepflicht und den geeinten durchschnittlichen Personalkosten vergütet?
  • Gab es eine Unter- oder Überrefinanzierung der Personal- und Sachkosten?
  • Wie groß sind die Abweichung zum letzten Verhandlungsergebnis?

Ergibt sich für den vergangenen Zeitraum eine deutliche Unterrefinanzierung der Kosten über die Vergütungssätze, ist eine Verhandlung zum nächstmöglichen Zeitpunkt unabdingbar.

Nachdem festgestellt ist, an welchen Positionen eine deutliche Unterrefinanzierung vorliegt, ist es erforderlich zu ermitteln welches Budget verhandelt werden muss, um für die kommende Vereinbarungsperiode eine Kostendeckung im Rahmen der Verhandlung zu erzielen. Zudem muss der Blick in die Zukunft gerichtet werden:

  • Welche Kosten werden im Vereinbarungszeitraum hinzukommen?
  • Wie entwickeln sich die Personalkosten, bspw. aufgrund von Tarifverpflichtungen?
  • Gibt es Verträge, die eine Kostensteigerung vorsehen, die mit eingepreist werden muss?
  • Wie entwickeln sie die Preise und die Inflationsrate im Allgemeinen?

Sobald diese Parameter geklärt sind, sollte auf Basis der tatsächlichen Kosten und prospektiver Entwicklungen und Annahmen eine Kalkulation erstellt werden, die eine Kostendeckung ermöglicht.

Vor dem Hintergrund der genannten Aspekte ist mindestens die regelmäßige Überprüfung der Kostendeckung und die daraus resultierende Prüfung der Notwendigkeit einer nächstmöglichen Pflegesatzverhandlung unerlässlich, um für die Zukunft wirtschaftlich gut gerüstet zu sein.

Gerne unterstützen wir Sie sowohl bei der Kalkulation zur Kostendeckung als auch bei der regelmäßigen Überprüfung und einer eventuellen Pflegesatzverhandlung.

Kommen Sie gerne auf uns zu. Jetzt Kontakt aufnehmen!


Kurz erklärt: Warum sind Pflegesatzverhandlungen so wichtig?

Pflegesatzverhandlungen sind einer der zentralen Hebel, um die wirtschaftliche Lage von Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten nachhaltig zu stabilisieren, weil sie direkt über die Höhe der Vergütungssätze und damit über die Einnahmen entscheiden. Angesichts steigender Kosten, hoher Anforderungen und begrenzter Einsparpotenziale ist die regelmäßige Überprüfung der Kostendeckung und Neuverhandlung der Vergütungssätze unverzichtbar.

Curacon unterstützt Sie bei der Pflegesatzkalkulation, der Aufbereitung der notwendigen Unterlagen und der strategischen Vorbereitung der Verhandlungen, um eine angemessene Refinanzierung Ihrer Leistungen zu erreichen.

Pflegesatzverhandlungen – Fragen und Antworten

Was sind Pflegesatzverhandlungen?

Pflegesatzverhandlungen sind Verhandlungen zwischen Pflegeeinrichtungen bzw. -diensten und den Kostenträgern über die Höhe der Vergütungssätze für Pflegeleistungen. Sie dienen dazu, die Kosten der Einrichtung – insbesondere Personal- und Sachkosten – angemessen zu refinanzieren und so die wirtschaftliche Basis der Versorgung zu sichern.

Warum sind regelmäßige Pflegesatzverhandlungen für Pflegeeinrichtungen so wichtig?

Viele stationäre, teilstationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen stehen unter hohem wirtschaftlichem Druck, weil die Kosten schneller steigen als die bisher vereinbarten Vergütungssätze. Eine regelmäßige Überprüfung der Kostendeckung und Neuverhandlung der Pflegesätze ist daher unerlässlich, um Unterfinanzierungen zu vermeiden und die wirtschaftliche Stabilität der Einrichtung zu sichern.

Welche Unterlagen werden für eine erfolgreiche Pflegesatzverhandlung benötigt?

Grundlage einer erfolgreichen Pflegesatzverhandlung ist eine sorgfältige Antragsvorbereitung mit belastbaren Daten; dazu gehören insbesondere eine aktuelle Personalliste, eine detaillierte Aufstellung der Sachkosten sowie eine Auswertung der Kostenentwicklung seit der letzten Vereinbarung. Auf dieser Basis kann der erforderliche Budgetbedarf für die kommende Vereinbarungsperiode kalkuliert und nachvollziehbar gegenüber den Kostenträgern begründet werden – dabei unterstützt Curacon Sie fachlich und methodisch.