Entwicklung des Schulungskonzepts

Das Schulungskonzept umfasste die Erstellung eines Instrumentenkoffers, die Entwicklung einer Bedarfsanalyse sowie die Konzeption einer Schulung im Umgang mit dem individualisierten Instrumentenkoffer.

Ziel war es, Pflegeeinrichtungen ein Instrumentarium an die Hand zu geben, mit dem sie eigenständig ihre Arbeitsbedingungen verbessern können. Dies betraf unter anderem die Handlungsfelder:

  • Organisation,
  • Führung,
  • Kommunikation und
  • Personalmanagement.

Auf Basis eines Austauschs mit Pflegeverbänden, einer umfassenden Recherche aktueller Leitfäden und Forschungsergebnisse sowie unseren Praxiserfahrungen wurde eine Gesamtheit möglicher Instrumente abgeleitet. In einer speziell entwickelten Scoring-Methode wurden Auswahlkriterien aus den Bereichen praktische Umsetzbarkeit, Erfolgsaussichten, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Akzeptanz und Nachhaltigkeit zu einer Bewertungszahl verdichtet, um eine Auswahl konkurrierender Instrumente zu ermöglichen.

Jeder Schulung ging eine Bedarfsanalyse voraus. Ziel der Bedarfsanalyse war es sowohl Wahrnehmungsunterschiede zu identifizieren als auch auf Grundlage eines Soll-Ist-Vergleichs geeignete Instrumente für die Einrichtung individuell zusammenzustellen.

Die Schulungen fanden anschließend mit jeweils vier bis fünf Unternehmen einer Region in dieser Gegend statt. Jede Einrichtung hat dabei in der Regel zwei Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, aus der Geschäftsführung, Pflegedienstleitung oder Leitung des ambulanten Dienstes, entsendet. Die Schulungen dienten der Sensibilisierung für das Thema „gute Arbeitsbedingungen in der Pflege“. Zudem wurden die wesentlichen Handlungsfelder erarbeitet und der Umgang mit den individualisierten Instrumentenkoffern erlernt.

Grafik: Schulungskonzept