Kennzahl des Monats - Dezember 2019:
2,6 % IT-Budget-Quote in deutschen Krankenhäusern

Die IT-Budget-Quote gibt das Verhältnis von IT-Budget zu Umsatzerlösen an. Diese ist ein Maß dafür, wie groß der Anteil der erwirtschafteten Erlöse ist, der für IT verwendet wird.

Die durchschnittliche Quote lag 2012 bei rund 2,5 %. Der Wert hat sich also kaum geändert. Die Verteilung der Werte jedoch zeigt deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Krankenhäusern (vgl. untenstehende Grafik).

In der aktuellen Studie „Benchmark Krankenhaus-IT“ wird aufgezeigt, dass tendenziell höhere Quoten bei Konzernen und großen Krankenhäusern vorliegen. Aber auch diese kommen nicht an die Quoten hoch digitalisierter Krankenhäuser im Ausland heran, die bis zu 5 % ihres Umsatzes in digitale Prozesse investieren (vgl. Jan Eilrich 2019: Digitalisierungsrückstand deutscher Krankenhäuser: Bilanz und Ursachen, in: Das Krankenhaus 6/19).

IT-Budget-Quote in deutschen Krankenhäusern 2019
Quelle: Curacon-Studie Benchmark Krankenhaus-IT

In der Studie wird deutlich, dass viele Krankenhäuser ihre IT-Budgets zu Gunsten der digitalen Transformation aufgestockt oder ein separates Budget ausgehoben haben. In der Stichprobe variieren diese Beträge von einer halben bis zwei Millionen Euro jährlich. Diese moderaten Steigerungen schlagen allerdings nicht immer bis in die IT-Budgets durch bzw. werden durch Einsparungen an anderen Stellen kompensiert. 

Mehr Informationen zur Studie finden Sie hier.

„Die digitale Transformation ist eine wettbewerbliche Notwendigkeit und Chance zugleich. Damit Krankenhäuser diesen Transformationsprozess bestmöglich erkennen und umsetzen können, benötigen sie einen Masterplan, der von der Analyse der eigenen Marktposition sowie den digitalen Möglichkeiten über die Geschäftsstrategie- und Nutzendefinition bis hin zur Festlegung der organisatorischen und insbesondere technologischen bzw. digitalen Umsetzung reicht.“

(Dr. Jan Appel)