Kennzahl des Monats - Januar 2019: 6 % BTHG-Optimisten

Nur 6 % der Einrichtungen mit Wohnsettings im Bereich der Eingliederungshilfe glauben an eine Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklungen durch das BTHG.

Die Branche beschäftigt sich intensiv und häufig proaktiv mit der (Vorbereitung auf die) Umsetzung des BTHG. In der Curacon BTHG-Studie 2018 wurde insbesondere nach den erwarteten Auswirkungen des BHTG gefragt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden dabei selten optimistisch eingeschätzt (vgl. Grafik 1). Immerhin bei den Auswirkungen auf die Lebenssituation der Menschen mit Behinderung glauben 30 % der Einrichtungen daran, dass sich diese im Allgemeinen verbessern, die inklusive Gesellschaft gefördert und den Menschen mit Behinderungen zu mehr Teilhabe und Selbstbestimmung verholfen wird.

Grafik: Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklungen in der Behindertenhilfe durch das BTHG

Quelle: Curacon BTHG-Studie 2018

Im Frühjahr 2018 schien es so, als wenn die zunehmende Auseinandersetzung mit dem Thema die Einstellung zum BTHG verbessert (vgl. Grafik 2). Die meisten Einrichtungen befanden sich noch am Anfang ihres Vorbereitungsprozesses (die Hälfte lag nach eigenen Angaben zwischen 0 % und 30 %).

Aber wo steht die Branche heute, knapp ein Jahr vor Inkrafttreten der dritten Reformstufe mit ihren gravierenden Auswirkungen? Der Antwort auf diese Frage widmet Curacon eine weitere BTHG-Studie. Die zugehörige Online-Befragung startet am 14 Januar hier

 

Grafik: Umfrage zum BTHG

Quelle: Curacon BTHG-Studie 2018 (Angaben in Prozent/Differenz zu 100 % sind neutrale Angaben)

Der Fokus der BTHG-Studie 2019 wird auf dem aktuellen Umsetzungsstand in den Einrichtungen liegen. Anhand von 10 Meilensteinen werden wir aufzeigen, wie die Branche die Vorbereitung gestaltet. Jeder Studienteilnehmer erhält durch eine individuelle Auswertung einen Vergleich seiner Einrichtung zur Branche.

(Dr. Jan Appel, Leiter Research)