38,3 % der Pflegeeinrichtungen mit bedrohlicher Liquidität

In vielen Pflegeeinrichtungen in Deutschland wird die aktuelle Liquidität durch die Corona-Krise als bedrohlich eingeschätzt.

Kennzahl des Monats: Juni 2020

In einer Kurzumfrage im Mai 2020 unter 55 Trägern von Pflegeeinrichtungen wurden Fragen zur betrieblichen Entwicklung, Nutzung und Zufriedenheit unterschiedlicher finanzieller Unterstützungsmaßnahmen, Auswirkungen der Corona-Krise auf die Bedeutung der Digitalisierung und weitere Veränderungen durch die Krisen-Erfahrung beleuchtet.

Im Ergebnis wird von 38,3 % der Einrichtungen ihre aktuelle Liquiditätssituation als bedrohlich bzw. sehr bedrohlich eingeschätzt. Nur 38,3 % bewerten diese als unkritisch. Diese Einschätzung ist auf die Erkenntnis zurückzuführen, dass der Schutzschirm für Pflegeeinrichtungen Löcher aufweist und Negativentwicklungen nicht umfassend kompensiert.  

Quelle: Curacon – Kurzumfrage Corona-Krise Pflegeeinrichtungen Mai 2020

Strategische Positionierung neu bewerten

»Die Corona-Krise hat den gesamtgesellschaftlichen Stellenwert von Pflegeeinrichtungen auch vor dem Hintergrund der zukünftigen demografischen Entwicklung noch einmal eindrucksvoll verdeutlicht. Bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage besteht gleichzeitig vermehrter Investitionsbedarf u. a. im Bereich der Digitalisierung und die Notwendigkeit zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Daher sollte die Corona-Krise auch zum Anlass genommen werden, die eigene strategische Positionierung neu zu bewerten. «

Jan Grabow Geschäftsführender Partner und Leiter Ressort Altenhilfe
Corona-Hotline