Altenpflege

Die Zukunft der Pflege gestalten

Der Pflegemarkt ist ein Wachstumsmarkt. Die prognostizierte Zahl bis 2030 liegt bei über 4 Mio. Pflegebedürftigen, das ist ein Anstieg von knapp 40 %. Das führt zu Lücken in der Finanzierung und zu Personalknappheit, die durch den verstärkten Ausbau der ambulanten Versorgung begrenzt werden sollen.

Wir helfen Herausforderungen zu bewältigen

Bei einem zukünftig abnehmenden Anteil der Pflege durch Angehörige wird die professionelle Pflege älterer Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Ausgaben für Pflegeleistungen sowie der Personalbedarf der professionellen Pflege wird im Vergleich zu dem Anstieg der Pflegebedürftigen überproportional steigen.

Der steigende Bedarf an Pflegepersonal stellt für das Wachstum einen limitierenden Faktor dar und führt zu der Frage, wie geeignete Mitarbeiter gefunden und im Unternehmen gehalten werden können. Ohne Erschließung von Effizienzreserven sind die heutigen Versorgungsstandards nicht zu erhalten.

Auf Basis unserer umfassenden Branchenexpertise prüfen und beraten wir heute bereits über 700 stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen bundesweit. Wir sind darauf spezialisiert, mit Ihnen gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln und begleiten Sie in einem interdisziplinären Team bei der erfolgreichen Umsetzung.

  • Neue Geschäftsmodelle

    Zahlreiche Anbieter erweitern ihr Versorgungsangebot in sämtlichen Bereichen der Pflege und stellen eine Integration in das Gesundheitswesen sicher. Auf Grund der wachsenden Nachfrage stehen zahlreiche Träger vor der Entscheidung, bei fehlenden Eigenmitteln Neu- oder Umbaumaßnahmen über eine Kreditfinanzierung oder im Rahmen von Mietmodellen zu realisieren.

  • Unternehmensführung professionalisieren

    Vor dem Hintergrund unzureichend finanzierter Kostensteigerungen ist es eine schwierige Aufgabe, die Balance zwischen Qualität und Wirtschaftlichkeit zu halten. Mit unseren Benchmarkdaten zur Bewertung der wirtschaftlichen Situation Ihrer Pflegeeinrichtungen helfen wir Ihnen, betriebswirtschaftliche Entscheidungen auf fundierte Finanzdaten zu stützen.

Erhöhte Anforderungen an die Gebäude-Qualität

Insbesondere die landesrechtlichen Vorgaben der Heimgesetze in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen üben zusätzlichen Druck aus, durch Investitionen die Gebäude-Qualität auch von Bestandseinrichtungen zu erhöhen. Gerne unterstützen wir Sie dabei, die bestehenden Handlungsoptionen zu bewerten.

Operativer Betrieb von Pflegeeinrichtungen

Ein strukturiertes Belegungsmanagement sowie ein erlösorientiertes Kosten-Controlling stellen zentrale Erfolgsfaktoren für Pflegeeinrichtungen dar. Den Grundstein für Ihren künftigen Erfolg können wir gemeinsam in Pflegesatzverhandlungen legen.

Bei jeder Pflegesatzverhandlung sollte ein Gewinnzuschlag beantragt werden, der als prozentualer Aufschlag auf die Gesamtkosten (Pflege sowie Unterkunft und Verpflegung) kalkuliert ist. Dabei können wir Ihnen zur Untermauerung eine gutachterliche Stellungnahme liefern, die sich mit allgemeinen und spezifischen Risiken des Betriebs und der Notwendigkeit einer Gewinnmarge auseinandersetzt.

Einrichtungen professionell steuern

Die Belegungsüberwachung und -steuerung hat auch vor dem Hintergrund der günstigen Überleitung des Bestands der Pflegebedürftigen zu erhöhten Risiken bei der Nachbelegung geführt. Belegungskennzahlen und insbesondere der Pflegestufenmix sind deshalb ein wichtiges Instrument zur Unternehmensführung. Die Belegungsstruktur kann in einer Kennzahl abgebildet werden, indem die Belegungstage mit Gewichtungsfaktoren multipliziert werden.

§ 115 SGB XI wurde um den Absatz 3a ergänzt. Hiernach drohen bei einer Verletzung der Verpflichtungen zu einer qualitätsgerechten Leistungserbringung Rückzahlungsverpflichtungen. Vor diesem Hintergrund der verschärften Pflichten zur tatsächlichen Vorhaltung und Nachweis der vereinbarten personellen Ausstattung kommt der Steuerung des Personaleinsatzes erhöhte Bedeutung zu, um etwaige Rückzahlungsverpflichtungen zu vermeiden.

Standortbestimmung mit dem Curacon-Datenpool sowie Pflegesatznachkalkulation

Trotz verschärfter Rahmenbedingungen bietet der Pflegemarkt unverändert gute Perspektiven, wenn die Angebote bedarfsgerecht sind und die wirtschaftliche Steuerung passt. Mit unserem Datenpool ermöglichen wir es Ihnen auf Einrichtungsebene, Ihre Leistungsdaten, Ertragslage, Personal-Belastungskennzahlen sowie die Vermögens- und Finanzlage mit über 500 Einrichtungen zu vergleichen und Potenziale zu identifizieren.

Die Professionalisierung in der Unternehmensführung und -steuerung ist heute weit mehr als ein Erfolgsfaktor anzusehen. Vielmehr ist sie der Schlüssel zur Sicherung der Existenz. Pflegesatznachkalkulationen sowie eine monatliche Gegenüberstellung der Ist-Besetzung zu den über die Pflegesätze refinanzierten Sollstellen sind unverzichtbar. Gerne unterstützen wir Sie dabei, diese Tools zu implementieren.

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff

Die Pflegestärkungsgesetze stellen das größte Reformpaket der gesetzlichen Pflegeversicherung seit Einführung vor über 20 Jahren dar und werden einschneidende Auswirkungen haben. Der Gesetzgeber trägt dem steigenden Pflegebedarf durch die nochmalige Stärkung des Prinzips „ambulant vor stationär" Rechnung.

Für stationäre Einrichtungen ergeben sich in Folge dessen erhöhte Risiken durch drohende Erlöseinbußen und Veränderungen in der Belegungsstruktur. Diese können möglicherweise auch zu einer Verschlechterung der Personalsituation führen. Chancen liegen zum Beispiel im Ausbau ambulanter Leistungsangebote. Nutzen Sie unsere Expertise für die Entwicklung Ihrer individuellen Lösung.

Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen

Um dem zu erwartenden Mangel an Pflegefachkräften zu begegnen, muss in erster Linie die Attraktivität des Pflegeberufs erhöht werden. Wichtige Ansätze dazu sind eine Reduktion der Bürokratie, gute Führungskultur, gesellschaftliches Ansehen des Berufs, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Karrieremöglichkeiten. Zentraler Faktor wird jedoch die Erhöhung der Vergütungen sein.

Hier bietet sich insbesondere für private Pflegeeinrichtungen durch die Änderung des §84 SGB XI die Chance, die Bezahlung von Gehältern bis zur Höhe tarifvertraglich vereinbarter Vergütungen sowie entsprechender Vergütungen nach kirchlichen Arbeitsrechtsregelungen in die Pflegesatzverhandlung durchzusetzen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Etablierung entsprechender tariflicher Strukturen und erfolgreichen Durchsetzung in den Pflegesatzverhandlungen.

Auswege bei Auslastungsproblemen

Bei Auslastungsproblemen unterstützen wir Sie kompetent bei der Ermittlung möglicher Ursachen. Diese können in einem regionalen Überangebot oder einer nicht marktgerechten Immobilienqualität liegen. Aber auch ein unzureichendes Zuweisermanagement oder schlechte Öffentlichkeitsarbeit können die Ursachen sein. Auswege sind häufig u. a. im Aufbau von Alleinstellungsmerkmalen und Spezialisierungen, zum Beispiel im Bereich Demenz, zu finden.

Neben der Spezialisierung ist eine Diversifikation durch Etablierung der eingestreuten Kurzzeit- oder Tages-/Nachtpflege eine mögliche Strategie. Auch die Entwicklung von Konzepten zur Steigerung des Anteils ambulanter Leistungen kann eine Lösung bieten – also etwa die Umwandlung von Heimplätzen oder Ergänzung des stationären Angebots durch Etablierung ambulant und teilstationär organisierter Wohnformen.

Pflegedienst – Neugründung, Kauf oder Kooperation

Die Einführungen der Pflegestärkungsgesetze II und III (PSG II und III) haben den Trend zur Einbeziehung ambulanter Leistungen im Pflegemarkt weiter befeuert. Vor dem Hintergrund der intendierten Verknüpfung der Pflege von Senioren und Menschen mit Behinderungen sehen sich immer mehr Träger sowohl im Bereich der Alten- als auch der Behindertenhilfe mit dem Thema konfrontiert, das bestehende Angebot um ambulante Pflegedienste zu erweitern.

Zur Diversifikation ist die Integration eines ambulanten Pflegeangebotes unverzichtbar. Hierbei sind grundsätzlich verschiedene Varianten denkbar. Zum einen besteht die Option, einen ambulanten Pflegedienst in Eigenregie aufzubauen. Auf der anderen Seite bietet sich aber auch die Möglichkeit, auf bestehende Strukturen zurückzugreifen. Wir können Sie umfassend und kompetent dabei beraten, die passende Lösung zu finden.

Unternehmenstransaktionen und Bewertungsfragen

Marktchancen bieten sich in der Altenhilfe aufgrund der stark wachsenden Nachfrage. Pflegeheime unterliegen kaum konjunkturellen Schwankungen und können sich in Marktschwankungsphasen stabilisierend auswirken. Pflegeheime sind konjunkturfest, unterliegen aber regulatorischen Risiken, die das Investorenverhalten beeinflussen. Um Zahlungsfähigkeit zu erhalten und eine Insolvenz abzuwenden, bleibt oftmals nur die Veräußerung von Vermögensgegenständen.

Umfassende Datenaufbereitung, externe Unterstützung mit Branchenerfahrung und eine schnelle Ansprache sind Erfolgsfaktoren für einen erfolgreichen Transaktionsabschluss. Die regulatorischen Einflüsse auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene verringern die Planungssicherheit und erhöhen die Komplexität enorm. Wir unterstützen Sie durch umfassende Transaktionsbegleitung, stehen aber auch gerne in der Beantwortung von Spezialfragen zur Verfügung.

Compliance-Management in Pflegeeinrichtungen

Obwohl der Großteil der ambulanten Pflegdienste sehr gute Arbeit leistet, kann es zu Compliance-Verstößen kommen. Diese sind aber nicht nur ein Thema der ambulanten Pflege, da es auch in stationären Einrichtungen zu Regelverstößen z.B. durch Nichteinhaltung der vereinbarten Stellenbesetzung, Gewalt in der Pflege oder in Bezug auf steuerliche bzw. sozialversicherungsrechtliche Vorgaben kommen kann.

Compliance steht im weitesten Sinn für die Einhaltung bestehender Regeln und Gesetze. Diese dienen Mitarbeitern wie auch Führungskräften als Richtschnur für ihr Verhalten. Unter einem Compliance-Managementsystem (CMS) sind die auf der Grundlage der von den gesetzlichen Vertretern festgelegten Ziele eingeführten Grundsätze und Maßnahmen zu verstehen, die auf die Einhaltung der Regeln bzw. die Verhinderung von wesentlichen Verstößen abzielen.

Ihre Ansprechpartner

  • Jan Grabow

    Geschäftsführender Partner
    jan.grabow@curacon.de
    0 21 02/16 69-121
    »›Wer steuert ohne Ziel, kommt am weitesten herum‹ – wir bringen Sie schneller zu Ihren Zielen.«
  • Tim Liedmann

    Prokurist / Senior Manager
    tim.liedmann@curacon.de
    02 51/9 22 08-236
    »Vertrauen ist die Basis jedes Beratungsprozesses. Mein Anspruch ist es dabei, keine Instrumente, sondern Lösungen für Probleme zu bieten und dabei eine zielgerichtete, nachhaltige Umsetzung zu ermöglichen.«