Kennzahl des Monats - Juli 2019:
38 % BTHG-Skeptiker

Laut der aktuellen Curacon BTHG-Studie sind 38 % der Einrichtungen der Eingliederungshilfe mit Wohnsettings (eher) negativ gegenüber dem BTHG im Allgemeinen eingestellt.

Das Bundesteilhabegesetz hat insbesondere mit Inkrafttreten der dritten Reformstufe zum 1. Januar 2020 massive Auswirkungen auf die Einrichtungen der Eingliederungshilfe.

In der aktuellen Studie, welche auf einer deutschlandweiten Befragung beruht, wird neben den Fokusfragen „Was muss in der Vorbereitung konkret beachtet werden?“ und „Wie weit sind die Einrichtungen in diesem Prozess bereits vorangeschritten?“ auch die Stimmung in Bezug auf das BTHG im Allgemeinen und die erwartete Auswirkung auf die Menschen mit Behinderung untersucht.

Quelle: Curacon BTHG-Studie 2019

Die Studie arbeitet anhand von zehn Meilensteinen heraus, wieweit die Branche in ihrem Vorbereitungsprozess vorangeschritten ist und wie die Prioritäten gesetzt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Studienteilnehmer größtenteils auf einem guten Weg der Vorbereitung sind.

Auf diesem Pfad haben sie aber in den nächsten Monaten noch einige steinige Abschnitte vor sich, insbesondere vor dem Hintergrund der in vielen Bundesländern noch laufenden Landesrahmenvertragsverhandlungen.

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Die Zügel selbst in die Hand nehmen

»Fehlende Landesrahmenverträge vor dem Hintergrund der immer kürzer werdenden Vorbereitungszeit stellen den Großteil der Einrichtungen vor die Aufgabe, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen und sich proaktiv auf den 1. Januar 2020 vorzubereiten. Auch wenn dies an vielen Stellen mit einem hohen Aufwand verbunden ist, ist das aus unserer Sicht genau der richtige Schritt, um sich zukunftsweisend aufzustellen.«

Simon Odenwald Berater